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Erwachsenenakne & Falten | Meine Hautgeschichte

Meine Geschichte
Als ich aus gesundheitlichen Gründen die Verhütungspille absetzen musste, habe ich den auftretenden Unreinheiten meiner Haut zunächst nicht soviel Sorge entgegengebracht.
Schließlich wusste ich, dass das Verhalten der Talgdrüsen hormonell gesteuert ist und ich nahm an, dass eine Veränderung im Hormonshaushalt sich nach ein paar Wochen regulieren würde.

Weit gefehlt.

Es wurde immer schlimmer. Unterlagerungen, Verstopfte Poren, entzündete Pickel. Ein guter Hauttag war der, an dem die Anzahl der deutlich sichtbaren Unreinheiten im Gesicht einstellig war.
Ohne deckendes Make-Up aus dem Haus gehen – unvorstellbar.

Mein Tiefpunkt war, als ich auf der Rechnung vom Gynäkologen in der Diagnose erstmals das Wort „Akne“ las. Zwei Jahre nach Absetzen der „Pille“ fühlte ich mich nun als offiziell beurkundetes Pickelmonster.
Fatal: Gleichzeitig stellten sich bei mir mit Mitte 30 erste deutliche Zeichen der Hautalterung ein. Ein Hautzustand, der mich verzweifeln lies.

Ich könnte nun Romane verfassen, über das was ich alles ausprobiert habe und wie wenig oder wieviel, wie lange oder wie kurz es geholfen hat. Medizinische Produkte, Ernährungsumstellungen, Apothekenprodukte, Naturkosmetik, … die Liste ist lang.

Nach einer langen Reise habe ich heute reine Haut. Ich kann sie pflegen, ich kann mich um Anti-Aging kümmern. Meine Haut ist nach wie vor eher fettig als trocken, aber vereinzelte Unreinheiten sind zur Seltenheit geworden. Ich teile nun mit euch meine 3 Tipps und die Produkte, die mir geholfen haben. Das gute daran: Sie fressen kein Loch in euren Geldbeutel und ihr müsst eure Lebensgewohnheiten nicht auf links ziehen. Manchmal ist weniger einfach mehr

1. Keine Seife
Reine Haut hat natürlich auch etwas mit Reinigung zu tun. Wir schminken uns, gleichzeitig ist die Haut ein Ausscheidungsorgan und diesen ganzen Schmodder wollen wir runterwaschen. Ansonsten drohen verstopfte Poren und in Konsequenz Pickel.
Leider bringen die meisten Reinigungsprodukte die Haut total aus dem Takt. Der Säureschutzmantel wird gestört, Irritationen, Talgüberproduktion und Pickel sind die Konsequnz. Mein größter Feind nennt sich Sodium Laureth Sulfate (SLS). Er tritt noch unter einigen anderen Namen auf – der Einfachheit halber sei gesagt: Finger weg, wenn es schäumt.
Ich reinige mein Gesicht mit dem Reinigungsöl von Balea. Egal ob ich Make-Up zu entfernen habe oder nicht.
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2. Kein Alkohol, keine Duftstoffe
Der  nächste Anspruch an Produkte lautet: Keine Reizstoffe. Im speziellen heisst das: Keine Duftstoffe und kein Alkohol. Und damit sind die meisten Produkte aus der Naturkosmetiksparte schachmatt gesetzt.
Mit Alkohol ist in der Regel Alkohol denat in der Zutatenliste gemeint. Dieser ist dringend zu unterscheiden von Fettalkoholen (Cetyl / Behenyl / Lanolin / Stearyl Alkohol), die sich völlig harmlos und sogar feuchtigkeitsspendend verhalten.
Des weiteren meide ich reizende Duftstoffe. Dazu gehören leider auch nahezu alle ätherischen Öle (Stichwort Naturkosmetik). Die häufigsten Vertreter findet ihr unter dem Namen Geraniol, Limonene & Citronellol. Eine umfassende Übersicht findet ihr bei Incipedia. Nicht allergieauslösende Duftstoffe werden unter dem Inhaltsstoff „Parfum“ zusammengefasst. Sofern sich dieses weit hinten in der Zutatenliste befindet, bereitet es meiner Haut keine Probleme – für den Anfang empfehle ich aber den kompletten Verzicht. Meine reizfreie Feuchtigkeitspflege stammt von Sebamed (Sebamed Pflege Gel*).

sebamed

Das Gel habe ich bisher nur bei Müller gesehen, alternativ bei Amazon, aber dort ist es ca. 3 Euro teurer

Chemisch Peelen
Nachdem ich nun vor allerlei Reizen gewarnt habe, komme ich nun mit chemischen Peelings um die Ecke? Ich gebe zu, das „Wording“ verunsichert. Dahinter verbirgt sich jedoch die für mich schonenste und effektivste Peelingmethode. Während ein herkömmliches Körnerpeeling die Haut mechanisch reizt, entfernt das chemische Peeling abgestorbene Zellen und Verschmutzungen, ohne die „lebende Haut“ durch Rubbeln zu irritieren. Die Poren werden schonend freigepustet. Mein heiliger Gral ist in der Hinsicht das BHA Peeling von Paula’s Choice (Clear Peeling Liquid 2% BHA)

Leider nur Online verfügbar und mit knapp 30€ trotzdem jeden Cent wert.

Drei Steps
Mit diesen 3 Schritten und meinen Produktempfehlungen habe ich den Grundstein für eine gesunde Haut gelegt. Ich habe nach und nach Produkte ergänzt und mir eine Morgen- und Abendroutine zusammengestellt, die ich je nach Jahreszeit etwas variere. Wenn euch dieser Artikel gefällt, folgen gerne weitere dazu!

Kosten
Wie ihr seht, sind die genannten Produkte nicht besonders kostenintensiv. Das einzige etwas teurere Produkt stammt von Paula’s Choice. Das liegt daran, dass ich bisher kein günstigeres BHA Produkt anderweitig gefunden habe.

Hinweis
Auf der Seite von Paula’s Choice habe ich viel über reizarme Pflege gelernt. Es war sozusagen meine „Einstiegsdroge“ in die Thematik. Dennoch: Die Seite ist nicht die einzige Wahrheit zum Thema Hautpflege und in vielen Fällen gibt es brauchbare Alternativen im Niedrigpreissektor. Die konzentrierten Wirkstoffcocktails können eure Haut überrumpeln. Ich habe immer wieder Erfahrungsberichte gelesen, dass eine Komplettumstellung auf „Paula“ erst recht zum Hautchaos geführt hat. Eskalationen beim Einkauf dort sind also nicht notwendig. Lasst eurer Haut ein wenig Zeit und stellt Pflegeprodukte mit Gemach um.

Weitereführendes
Auf folgenden Seiten habe ich zum Thema Hautpflege schon viel gelernt: Incipedia, Beautypedia (via Paula’s Choice, Agata bei Magi-Mania, Skincare Inspiration

Fazit
Ich hätte nie gedacht, dass ich mal ein Foto von meinem ungeschminkten „ich“ im Internet zeige… aber  – here it is! Da ich es auch in keiner Weise bearbeiten wollte, musste ich mich etwas complicated vor dem größten Fenster des Hauses positionieren, um bestmöglich vom kaumvorhandenen Novemebertageslicht zu profitieren. 😉
cr

 

 

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Fotos: Eigene