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Assetklassen – da liegt mein Vermögen

Was sind Assetklassen

*Achtung achtung! Du wirst hier den ein oder anderen Fachbegriff lesen, auch wenn ich immer versuche alles einsteigerfreundlich zu beschreiben oder innerhalb der Webseite verlinke. Mach Dir zur Not ein Tab mit Wiki oder Google auf. Ich will nicht schlau daherredend wirken und Du sollst Dich auch nicht dusslig fühlen. Es ist nicht schlimm, etwas nachzuschlagen!
Assetklassen ist der Fachbegriff für Anlageklassen. Anlageklassen gliedern Dein Vermögen nach verschiedenen Kriterien. Bildlich kannst du es Dir als Schublade vorstellen.
Diese Schubladen können dabei leicht erreichbar sein oder du musst erst eine Leiter holen um sie zu erreichen.
Manche Schubladen lassen sich einfach öffnen, andere sind sehr gut gesichert.
In einer Schublade hast Du ganz normalen Krimskrams wie Stifte, in der nächsten vielleicht ein ganz ausgefallenes Origami-Faltset.
Viele denken bei Vermögen und Assets zuerst nur an Geld oder bestenfalls Aktien.
Aber auch eine Immobilie ist ein Asset, oder eine Münzsammlung, ein Grundstück oder ein Bitcoin, auch Sammler-/Kunstgegenstände können darunter fallen.

AnlageklasseBeispiel
LiquiditätBargeld, Girkonto, Tagesgeld
AnleihenStaats-, Unternehmensanleihen
AktienAktien, Aktienfonds, ETFs
ImmobilienWohneigentum, selbst bewohnt oder Vermietet, Grundstücke
RohstoffeGold, Münzen, Zahngold, Öl, Getreide
„Neue Anlageklassen“Bitcoin, P2P Kredite
Sammlerstückewertvolle Uhren oder Kunst, Oldtimer
eine mögliche Darstellung von Assetklassen

Wenn Du das Internet nach Assetklassen fragst, wirst Du viele verschiedene Einteilungsmöglichkeiten sehen. Manche sortieren nach Thema, andere nach Risiko.
Ich würde sagen, da gibt es kein richtig oder falsch.
Ich habe meine Assetklassen so sortiert, dass ich daraus wertvolle Informationen ziehen kann, die mir bei meiner Lebensplanung helfen.

Wie mir Assetklassen helfen

Mit Hilfe von Assetklassen sortiere ich also im übertragenen Sinne meine Vermögen.

Das geht ganz einfach. Ich erkläre es Dir anhand der Liquidität:
Ich addiere all mein Bar-, Giral- und Tagesgeld und schon habe ich eine Summe für die Assetklasse „Liquidät oder Bargeld“.
Liquidität ist mir wichtig. Das ist Geld, an das ich schnell herankomme.
Mit Hilfe meiner liquiden Mittel bestreite ich meinen Alltag und habe auch eine Summe für ungeplante Notfälle. Wenn eine größere Reparatur ansteht oder ein Haushaltsgerät ersetzt werden muss, möchte ich nicht erst eine Aktie (zum ungünstigen Zeitpunkt) verkaufen müssen.

Was bringt mir aber nun diese Sortierung genau – außer dass ich im Notfall über genug Barmittel verfüge?
Mit Hilfe der Sortierung kann ich überlegen
1.) Welche Anlagen für mich in Frage kommen (welche Risiken akzeptiere ich?)
2.) und wieviel von meinem Vermögen ich in welcher Assetklasse sehen möchte
3.) und danach dann meine Anlageentscheidungen treffen

Da mein Ziel die finanzielle Freiheit ist, versuche ich natürlich mein Vermögen so aufzubauen, dass es die gewünschte Rendite als passives Einkommen abwirft.
Gleichzeitig möchte das Verlust-Risiko meiner Anlagen niedrig halten, was mir durch eine Verteilung auf verschiedene Klassen gelingt. Einfach gesagt: Nicht alles auf ein Pferd setzen.

Das sind meine Assetklassen 2020

*Du siehst, dass ich meine eigene Einteilung entwickelt habe – wie gesagt, ich denke dass es hier keine allgemein gültige Wahrheit gibt

Bar-/Giral-Tagesgeld: Aktuell ein großer Anteil. Wir hatten eine große Renovierung am Haus, daher habe ich Wert darauf gelegt hier nicht ins kurze Gras zu kommen
Bausparvertrag: Eine Entscheidung, die wir vor fast 10 Jahren getroffen haben und die ich nicht wiederholen würde. Das Guthaben daraus wird mir Anfang 2021 ausgezahlt, ich werde kein Darlehen aufnehmen und das Geld gemäß meiner Planung der Assetklassen investieren.
Immobilie: Wir wohnen im abgezahlten Eigentum. Das Haus habe ich vor fast 20 Jahren gekauft. Mittlerweile habe ich eine andere Einstellung zu Immobilien und selbstbewohnten Eigentum als damals. Zur Zeit des Kaufes und auch im Moment als ich „abgezahlt“ hatte, schien es mir als größtes Glück überhaupt. Aber vielleicht dazu später nochmal an anderer Stelle mehr. Ich sage nur soviel: Das selbstbewohnte Eigentum ist eine Lifestyle-Entscheidung, aber keine Investition und auch eher keine Altersvorsorge.
Einzelaktien: Es geht ab ins Depot. Hauptsächlich dividendenstarke und (in meinen Augen) zukunftsträchtige Unternehmen finden ihren Weg in mein Depot. Das war nicht immer so. Ich habe auch mal tagesgeschehen basierte „Zockerentscheidungen“ getroffen. Da bin ich nun ruhiger und treffe eher langfristige Entscheidungen für Unternehmen, an die ich glaube
ETFs: Bestehen letztlich je nach Modell auch aus Aktien. Ich liste sie aber hier extra, weil sie durch ihre breite Streuung eine andere, niedrigere, Risikoklasse bedienen. Die Klassiker MSCI World und MSCI EM sind natürlich mit an Bord.
Robos/Multi-Asset: Ein Klassiker im Multi Asset ist vermutlich der ARERO. Den habe ich nicht, dafür aber zwei Robos, die ebenfalls in Aktien, Anleihen/Renten & Rohstoffe investieren. Mit einem von mir gewählten VaR (Risikofaktor). Ich gestehe, von ARERO habe ich erst erfahren, als ich die Robos schon hatte. Von all diesen Produkten hat Dir dein Bankberater vermutlich noch nie was erzählt, oder?
Sammlergegenstände: Mal was ausgefallenes, was Du in nicht so vielen Assetberichten lesen wirst. Wir haben einen kleinen Sportwagen dessen Wert sich jährlich erhöht.
Auch hier war die Kaufentscheidung noch nicht von Asset-Allocation getrieben. Vielmehr war es die Erfüllung eines persönlichen Traumes. Die Tatsache, dass wir uns einen Gegenstand kaufen, der im Wert steigt, hat aber bereits damals vor 5 Jahren eine Rolle gespielt.
Dennoch – das Fahrzeug kostet im Unterhalt eine Menge. Nichtsdestotrotz ist es ein Gegenstand, der im Wert steigt. Quasi ein Hobby ohne Wertverlust.

So sollen meine Assetklassen in Zukunft aussehen

* Ich unterscheide in meiner Übersicht aktuell zwischen ETF, Aktien und Robos. Das lässt sich in Teilen theoretisch auch zusammenfassen. Zur Steuerung meiner Anlageentscheidungen habe ich mich jedoch für diese Darstellung entschieden.

Aus heutiger Sicht das Bild, wie es in 10 Jahren aussehen soll. Hoffentlich nicht nur prozentual sondern auch mit den entsprechenden absoluten Werten dahinter.
Denn insbesondere Aktien, ETF und Multi-Asset werden die Lieferanten für unseren Lebensunterhalt sein.
Dann siehst Du eine Änderung bei den Assetklassen selbst.
Definitiv möchte ich keine Bausparvertrag mehr haben.
Stattdessen möchte ich in die höhere Risikoklasse der P2Ps und Kryptos einsteigen. (Ich werde dazu separat berichten).
Der Anteil Immobilie schrumpft: Es ist aktuell nicht mein Ziel, weitere Immobilien zu besitzen oder in immobilienlastige Produkte zu investieren. Da ich also unsere Sparrate in andere Produkte investiere, sinkt automatisch der Anteil der Immobilien.
In Sachen Sammlerstück wird es aber bei dem einen Fahrzeug bleiben. In weitere Fachgebiete möchte ich mich auch nicht einarbeiten.
Das Thema Aktienportfolio verdient noch eine ausführlichere Planung und Beschreibung. Momentan bin ich in der Lernphase wie ich das Aktienportfolio passend zu meinen Zielen zusammensetze. Ich möchte gerne über viele Branchen und Regionen streuen, eher in große Unternehmen mit stabilen Wachstum investieren und auf eine solide Dividende achten. Es wird voraussichtlich auf 30 unterschiedliche Aktien hinauslaufen.
Aktien-ETFs haben in meiner Planung einen ebenso hohen Anteil wie Aktien. Starten möchte ich innerhalb dieser Kategorie mit der klassischen Aufteilung: 70% MSCI World + 30 % MSCI Emerging Markets.
Die Robo Advisors könnte man theoretisch den ETFs zurechnen. Und es gibt auch inhaltliche Überschneidungen. Die MSCIs sind mir auch dort schon begegnet. Das ist nicht problematisch, solang man das bewusst zur Kenntnis nimmt. Meine Robos investieren jedoch auch in Anleihen und Rohstoffe, was sie zu „Multi-Asset-Instrumenten“ macht. Momentan finde ich diese Art der Anlage sehr bequem..

Fazit

Diese Darstellung unserer Vermögenswerte hilft mir, festzustellen wie ich unsere Sparquote am besten aufteile. Sie dient als Leitbild für meine Investment-Entscheidungen. Nimm das gerne als Inspiration, aber – wie auch im Disclaimer noch mal erwähnt – möchte ich meine Artikel nicht als Anlageberatung oder vergleichbares empfunden wissen.
Als ich das erste Mal mein Vermögen auf diese Art aufgelistet habe, war es ein echter Aufwachmoment. Fast alles Geld (gottseidank kein Fremdkapital/Schulden) steckte in der Immobilie.
Der Rest im Sportwagen, der ja zugegeben ursprünglich nicht als Anlageobjekt gedacht war.
Seither versuche ich konsequent unsere Sparquote in andere Investments zu lenken.
Denn die selbstbewohnte Immobilie und das Auto werfen kein passives Einkommen ab und helfen daher nicht, unseren Traum von der finanziellen Freiheit zu realisieren.
Keine Erwähnung finden hier übrigens aktiv gemanagte Fonds. Ich kenne diese Anlageform und hatte auch schon verschiedene Fonds, allerdings konnte ich mich damit nicht anfreunden.

Disclaimer

Ich betreibe keine Anlageberatung und spreche keine Empfehlungen aus.
Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Wertentwicklung
Klick hier für weitere Details

Mein Kind wird reich mit dem besten ETF


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Beispiel für eine Vermögensentwicklung: 50€ monatl. Sparrate, 7% Rendite, Ausschöpfung des Steuerfreibetrags

Am Anfang war die Steuernummer

Heute erzähle ich Dir, wie ich für unseren Sohn ein Vermögen aufbaue.
Denn nicht nur wir als Familie wollen finanziell unabhängig werden. Auch unser Kind soll eine solide und wirklich eigene Basis für sein Vermögen erhalten.
Das setzt voraus, dass sein Vermögen auch wirklich ihm gehört.
Und dazu benötigt er zunächst eine Steuernummer. Die bekommt in Deutschland jeder Mensch ganz automatisch zugeteilt.
Spätestens 3 Monate nach der Geburt sollte ein solcher Schrieb vom Amt vorliegen.
Bitte gut aufheben!
Verloren? Dann bitte mal hier vorbeischauen: Link zum Bundeszentralamt für Steuern.
Die Steuerliche Identifikationsnummer ist in Deutschland die Voraussetzung, um ein Konto und Depot zu eröffnen.

Auf den Namen meines Sohnes

Warum ich nicht einfach unter meinem Namen für ihn spare?
Stichwort Freibetrag! Wenn ich unter meinem Name Einkünfte für meinen Sohn erziele, dann werden sie auch unter meinem Namen versteuert.
Jedem Menschen – also auch jedem Kind – steht aber ein eigener Steuerfreibetrag zu. Das nutzen wir natürlich aus, sparen Steuern und machen folglich mehr Rendite.
Außerdem laufen wir so nicht Gefahr, dass wir zu einem späteren Zeitpunkt eine größere Einmal-Schenkung an unseren Sohn ausführen, die dieser wiederum zu versteuern hätte (ok, hier ist die Schwelle sehr hoch – aber besser man hat als man hätte).
Auch Geldgeschenke aus der Familie für das Kind finden hier ihren sicheren Platz. Es fühlt sich für Oma, Opa & Co. einfach toller an, wenn die Überweisung direkt an das Enkelkind ausgestellt werden kann und nicht erstmal bei den eigenen Kindern im Sack landet.
Die Hemmschwelle ist natürlich nur psychologischer Natur, aber unbestreitbar vorhanden.

Was und wieviel

Für unseren Sohn habe ich ein Junior Depot mit entsprechenden Verrechnungskonto eröffnet.
Zunächst habe ich einen Sparplan angelegt und investiere darin 50€/Monat.
Ich bin großer Fan von ETFs und habe mich für einen solchen entschieden, der den MSCI World abbildet und Dividenden ausschüttet.
Ich halte diese Form der Anlage für effizient, kostengünstig und transparent. Besonders im Vergleich zu teuren Fondssparplänen, an denen zu viele andere Leute mitverdienen.
Gleichzeitig sehe ich hier aufgrund der hohen Diversifikation ein vergleichsweise geringes Risiko.
Aber schau Dir einfach mal selbst auf den einschlägigen Finanzseiten den o.g. ETF Index im Vergleich zu anderen Spar-Produkten an.
Die durschschnittliche Rendite des MSCI World liegt (seit 1970) bei etwa 7%.
Wenn sich das so fortführt, stehen unserem Sohn mit 18 dann über 20.000€ zur Verfügung, wobei wir dann nur 10.000€ eingezahlt haben.
Bis etwa zum 13. Laufjahr wird das ganze sogar steuerfrei ablaufen, dank dem Freibetrag.

Außer dem MSCI World kaufe ich noch – wenn sich hier und da Geldgeschenke summiert haben – einen weiteren ETF und zwar den MSCI EM. EM steht für Emerging Markets. Dieser ist nicht so stark diversifiziert wie der World, bietet dafür aber mehr Chancen und auch mehr Risiken.

Ob ich die Strategie exakt so stehen lasse, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, aber in jedem Fall sind ETF Sparpläne für mich eine entspannte Angelegenheit, die man auch in Krisenzeiten problemlos laufen lassen kann.
Genaugenommen profitiere ich in der Ansparphase sogar von niedrigen Kursen.

Nach was und wie folgt wo!

Aus ganz praktischen Gründen befindet sich das Depot unseres Sohnes bei der Comdirect Bank. Hier führen wir auch unser gemeinsames Haushaltskonto. Das heisst, wir waren bereits Kunden, was den Eröffnungsprozess des Depots für Sohnemann vereinfachte.
Denn auch wenn das Depot auf den Namen und die Steuer ID des Kindes läuft, sind mein Mann und ich die Bevollmächtigten.
Davon abgesehen verhält sich da Depot ganz klassisch und es ist kein Unterschied zum „Erwachsenen-Depot“ feststellbar.
Gebühren fallen bei unserem Modell nicht an – Voraussetzung dafür war die Anlage des Sparplans. Und auch bei letzterem haben wir eine gebührenfreie Option für den MSCI World ETF gefunden.

Zusammenfassung zum Nachmachen

1.) Du brauchst die Steuernummer für Dein Kind
2.) Du eröffnest ein Depot mit Verrechnungskonto. Es gibt hinreichend kostenlose Angebote am Markt. Praktisch ist es, wenn Du bei dem entsprechenden Broker / der entsprechenden Bank bereits Kunde bist.
3.) Entscheide Dich, in was Du investiert. Vielleicht ist der o.g. ETF auch etwas für Dich? Verstehe das Produkt bevor Du irgendeinen Auftrag erteilst!
4.) Sparplan einrichten und fertig!

Disclaimer

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