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Wie die 4 Prozent Regel funktioniert

Beispiel für ein ewiges Vermögen: 1500€ monatl. Sparrate über 20 Jahre, danach 17 Jahre Entnahme von monatl. 2000€, anschließend 1000€ Entnahme zzgl. 1000€ Rentenanspruch aus Berufstätigkeit. Angenommene Rendite von 5% p.a.

Worum es geht

Heute erkläre ich Dir, was die 4% Regel ist, und warum sie für unseren Vermögensaufbau und die finanzielle Freiheit eine so wichtige Größe ist.
Mit der Hilfe der 4% Regel finde ich heraus, wieviel Kapital ich ansparen muss, bis unser Abenteuer „Finanzielle Freiheit“ starten kann.
Schon Ende der 90er Jahre haben Professoren der Trinity Universität eine Studie vorgestellt, in der sie erklären, dass einem Vermögen Jahr für Jahr 4% des Guthabens entnommen werden können, ohne dass man pleite geht. 
Ewiger Reichtum quasi!
Anfangs ging man noch davon aus, dass der Reichtum nicht ganz so ewig (nämlich „nur“ 30 Jahre) langt. Heute zeichnet sich ab, dass das Vermögen ewig reichen könnte und sogar noch wachsen kann.
Klingt gut oder? Schauen wir mal, wie wir diesen Zahlen zum besseren Verständnis Leben einhauchen können

Das geht doch gar nicht!

Die Berechnung Deiner Startsumme klingt zunächst denkbar einfach.
Multipliziere Deine jährlichen Ausgaben mit 25 und dann kann es auch schon losgehen.
Also, nehmen wir mal an – Deine Ausgaben betragen 40.000€ im Jahr / 3333€ im Monat
Dann beträgt Deine Zielsumme – hoppla – 1.000.000€.

Wenn es Dir wie mir geht, dann stehst Du nun vor 2 Problemen
1. Woher eine Million nehmen?
2. Ist 40.000€ / Jahr die richtige Summe für mich?

Im ersten Moment möchte man doch einpacken. Danke für’s Gespräch Frau Reineke, aber für Normalos ist das hier nichts, oder?
Doch doch – bleib dran. Du wirst Deine Lösung und Deine Summe finden. Es ist eben nur nicht mit einem einzigen Rechenschritt getan.

Die Ausgaben machen’s

Aber Du hast vielleicht schon erkannt, dass der Schlüssel zum ganzen in den Ausgaben liegt. Und das gleich in doppelter Weise.
Brauchst Du wirklich 3333€ / Monat? Deine heutigen Ausgaben liefern hier wertvolle Informationen.
Ich selbst blicke auf über ein Jahrzehnt Haushaltsbuchführung zurück und kann solide Auskunft über den Verbleib von unserem Geld sprechen.
Fakt ist: Es macht Sinn sich auf den Hosenboden zu setzen und jede Ausgabenart in ihrer genauen Höhe zu kennen. Dafür ist es nie zu spät!
Du musst wissen, wieviel Geld für Wohnen, Essen & Trinken, Freizeit, Bildung, Kleidung, Urlaub, Versicherungen usw draufgeht.
Im ersten Schritt gehe wir nun davon aus, dass diese Ausgaben für immer so bleiben.
Vielleicht sind es nicht 3333€? 
Hinweis am Rande: Versicherungsverkäufer für Rentenprodukte arbeiten gerne mit Deinem Einkommen statt mit Deinen Ausgaben. Sie können Dir so vermutlich teurere Produkte/eine höhere Abschlusssumme verkaufen.
Die durchschnittlichen Konsumusgaben 2019 für einen deutschen Haushalt betragen 2704€, dazu kommen noch Ausgaben für Nicht-Konsumzwecke. Darunter fallen Versicherungen, aber auch z.B. die Abzahlung eines Kredits.
Unabhängig davon wo Dein Haushalt im Vergleich steht bleibt aber die erste Maßnahme um die 4% Regel erfolgreich umzusetzen:
Die Kontrolle über die Ausgaben. 
Nicht umsonst ist das Thema „Finanzielle Freiheit“ bei Frugalisten hoch im Kurs. Frugalisten reduzieren alle Haushaltsausgaben auf ein perfektes Minimum. Das macht es einfacher, das große Ziel zu erreichen.
Wenn Du statt 3333€ im Monat nur 2000€ Ausgaben hast, lautet Deine magische Summe schon nur noch 600.000€. Immer noch viel. Ich weiß.
Aber es gibt einen Weg zur Lösung. Und uns fehlen auch noch 2 wichtige Faktoren in der Rechnung. Die Einnahmen und die Zeit.

Einnahmen und Sparquote

Du wirst es schon geahnt haben, das magische Guthaben für den ewigen Reichtum fällt nicht vom Himmel. Wir müssen es ansparen. Die erste Aufgabe ist erledigt, wir kennen unsere ganz individuelle Ziel-Summe X. Sollte jeder Mensch kennen, finde ich.
Die zweite Aufgabe ist auch erledigt, wir kennen unsere monatlichen Ausgaben. Auch absolut essentiell.
Der dritte Punkt sind die Einnahmen. Die müssen in jedem Fall über den Ausgaben liegen. Die Differenz zwischen beiden ist die Sparquote.
Also, wenn wir im Beispiel weiterrechnen – die Einnahmen sind vielleicht 3500€, die Ausgaben 2000€, Sparquote 1500€ = 43%.
Einahmen bestehen aber nicht nur aus Gehältern. Vielmehr spielt das passive Einkommen aus Investitionen eine große Rolle. Im weitesten Sinne Zinsen und Zinseszins.
Je nachdem, wie und wo ich investiere, halte ich 5% – 7% für eine machbare Wachstumsrate. Aber bitte genießt solche Aussagen mit Vorsicht, es geht hier um Langzeitanlagen – im Kurzfristbereich kann das komplett anders aussehen.
Aber irgendeine Grundlage brauchen wir ja um das Beispiel weiterzurechnen.
Wie ich übrigens mein bisheriges Vermögen investiere und was mein zukünftiger Investitionsplan ist, liest du im Artikel Assetklassen – da liegt mein Vermögen.

Deine Zeitschiene

Zeit spielt uns in die Karten! Zumindest wenn das Geld nicht auf einem Sparkonto versauert, sondern gut angelegt ist.
Mein oben ausgedachtes Beispiel geht weiter.
Ich spare 1500€ im Monat. Es gelingt mir eine durchschnittliche Rendite von 5% zu erzielen. Nach etwa 20 Jahren ist das Ziel erreicht!
Zinseszinsrechner lassen einen jedes beliebige Szenario spielen. Macht Spaß! Link unten in den Medienempfehlungen.
Klingt nach einer ziemlich geilen Abkürzung für das Leben in abhängiger Beschäftigung oder?
Aber – auf der Zeitschiene liegen noch mehr Bonbons und Herausforderungen bereit.
Dein Rentenanspruch: Auch wer deutlich früher die Einzahlung einstellt hat einen unverfallbaren Anspruch auf einen reduzierten Teil der Rente. Selbst wenn dieser erst mit Mitte 60 ausgezahlt wird, reduziert er deine finale Sparsumme. Wer genau nachrechnet, kann seine Summe X so um einiges reduzieren.
Des weiteren verändern sich Ausgaben: Unsere Ausgaben von heute kennen wir. Welche reduzieren sich, wenn die finanzielle Freiheit eingetreten ist? Du wirst mehr Zeit haben. Zeit für Dinge, die Dich bisher vielleicht Geld gekostet haben.
Wenn Du Kinder hast, auch hier sind Ausschläge in beide Richtungen möglich. Aber irgendwann stehen sie statt auf Deiner Payroll auf eigenen Füßen.
Denk deine Ausgaben ruhig mal weiter. So bis du 100 Jahre alt bist. Mindestens.
Ich mache diese Übung jedes Jahr im Herbst. Bringt Klarheit und Sicherheit.

Wieso wird das Geld im 4% Modell nicht weniger?

Ganz klar – das Geld wird nur dann nicht weniger, wenn es mehr wird. Applaus für diesen tollen Satz.
Aber im Prinzip verhält es sich tatsächlich genau so.
Der Plan lautet, dem Vermögen nur soviel zu entnehmen, wie es erwirtschaftet.
Zurück zu unserem Beispiel.
600.000€ sind angespart.
Ich entnehme im Jahr 4% = 24.000€
Übrig bleiben also
576.000€
Um wieder zurück auf 600.000 zu kommen, benötige ich eine Rendite, die etwas über 4% – nämlich etwa bei 4,2% liegt. Das ist aus historischer Sicht mit verschiedenen passiven Anlagestrategien zu schaffen.
Am Ende des Tages muss sich also ein jeder sein eigenes passendes Investitions-Päckchen schnüren.

Und worin investieren?

Ganz ehrlich? Deine Entscheidung. Ich kann und werde Dir keinen Rat erteilen, wie Dein Vermögen (also in unserem Spiel die 600.000€) aufgebaut sein müssen, damit der Plan aufgeht. Siehe Disclaimer. Es gibt keine Vermögens-/Anlage-/Kaufberatung hier.
Dass bei den aktuellen Zinskonditionen ein Tagesgeldkonto keine Lösung ist, dürfte Dir klar sein.
Die Trinity Professoren haben Beispiele mit 50% Aktienanteil und 50% Anleihen gerechnet. Das hat rückwirkend auf einen bestimmten Zeitpunkt gesehen geklappt.
Ich habe Dir hier vorgestellt, wie ich mein Vermögen aktuell aufgebaut habe und wie ich es mir in Zukunft vorstelle. Aber auch das ist ein Beispiel von vielen. Keine Garantie, dass es funktioniert.
Ich bin der festen Überzeugung, dass breit gestreute Investition in jedem Fall dem Sparbuch/Tagesgeld vorzuziehen ist. Nur muss man halt immer den Haken des möglichen Totalverlusts hinnehmen. So unwahrscheinlich das auch sein mag, es schreckt leider sehr viele Menschen ab, das Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.
Übrigens: Während bei Aktien und Aktienprodukten ein Verlustrisiko besteht, auf dem Tagesgeldkonto verliert Dein Geld mit großer Sicherheit an Wert. Stichwort Inflation. Und damit geht es auch gleich weiter:

Inflation! Es wird doch alles teurer!

Die 4% Regel als solche berücksichtigt die Inflation tatsächlich. Mal ehrlich – etwas mehr als einen simple Prozentrechnung darf man bei multiplen Professoreneinsatz auch erwarten, oder?
Die Studie stellt einen Bezug zwischen der Kaufkraft und der Aktienrendite her.
(Sehr) Einfach gesagt: Man kann davon ausgehen, dass eine Abhängigkeit zwischen Aktienkursen und Inflation besteht.
Genau aus dem Grund habe ich übrigens bei meiner Ausgaben-Vorausplanung die Inflation vollkommen ignoriert. In meiner Planung bis weit über das Rentenalter hinaus gehe ich rein rechnerisch erstmal von den heutigen Preisen aus.
Ganz ehrlich, anders würde die eigene private Finanzplanung auch zur Doktorarbeit werden. Mindestens.

4% in Krisenzeiten

Wir schreiben das Jahr Corona. Erdrutschartige Kursbewegungen! Das ganze Vermögen binnen 4 Wochen halbiert! Die Katastrophe für alle die im 4% Entnahmemodus leben! Oder?
Nein, ganz so ist es nicht.
Zum einen – unsere Trinity Professoren haben auch hier ganze Arbeit geleistet. Ihre rückwärtige Betrachtungen, aus denen Sie die 4% Regel abgeleitet haben, schließt Krisenszenarien mit ein.
Corona ist nicht die erste Krise und auch nicht die letzte.
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass man mit den Entnahmen über die laufenden Jahren flexibel sein darf. Es wird Zeiten geben, da braucht man den absoluten Gegenwert der 4% nicht, es wird Zeiten geben, da wird man entweder prozentual mehr entnehmen oder aber die Ausgaben einschränken.

Ich hab aber Schulden!

Schulden haben und gleichzeitig Investieren, das beisst sich in meinen Augen.
Ist der Traum von der finanziellen Freiheit dann gleich zu beerdigen? 4% bleibt ein frommer Wunsch und ungefähr so erreichbar wie der Mond mit dem Fahrrad?
Es kommt auf die Qualität der Schulden an.
Konsumschulden haben in meinen Augen immer allererste Priorität. Finanzielle Unabhängigkeit funktioniert nur ohne Schulden, ohne Ratenzahlungen. Es ist auf meiner Liste das allererste Verhalten, dass ich mir umgewöhnen würde.
Als Ausnahme könnte man noch die selbstbewohnte Immobilie betrachten.
Die Immobilie ist eine Investition. Investitionen auf Pump sind normalerweise gar keine gute Idee (oder würdest Du Dir einen Kredit aufnehmen um Aktien zu kaufen?), aber bei Immobilien gehört das ja offenbar zum guten Ton und scheint auch oft unumgänglich.
Im Immobilienfall – wenn Du Dein Objekt nicht total an Deinem Lebensstandard vorbeigeplant hast – ist es nicht unwahrscheinlich, dass Du zweigleisig fahren kannst. Tilgung und Darlehenszinsen plus Vermögensaufbau.
Also unterm Strich: Erst Schulden abbauen, dann Vermögen aufbauen.

Kritik an der 4% Regel

Die 4% Regel ist nicht perfekt. Das wirst Du schon in der ein oder anderen Zeile herausgelesen haben.
Da sie eine reine Entnahmestrategie ist, berücksichtigt sie eventuelle Einkünfte aus anderen Quellen (Renten, Nebenjobs, …) nicht.
Ebenso dürfen wir sie nicht Brutto für Netto betrachten. Kapitalerstragssteuer lässt grüßen! Am Ende des Tages sieht jedes Steuermodell individuell aus, so dass ich hier keine Abschätzung geben kann.
Die 4% bringt belastbare Ergebnisse auch unter Berücksichtigung von Krisen. Aber, immer auf einen sehr langen Zeitraum bezogen. Wenn die Krise uns zu einem ungünstigen Zeitpunkt trifft und härter ausfällt als gedacht, wird es kippelig.

Frau Reineke Fazit

Ich lasse meinen Lebensentwurf nicht blind auf einer Zahl fußen.
Ohne ständige Überprüfung und Nachjustierung funktioniert sowieso kein Plan auf dieser Welt.
Aber – das macht die Theorie hinter dieser Regel nicht sinn- oder wertlos.
Sie ist, ganz besonders wenn man am Anfang seiner Planung steht, eine tolle Hilfe.
Die Regel ermöglichte es mir, erstmals einen Rahmen zu stecken und ein Ziel zu setzen.
Ich konnte in einem realitätsnahen Rahmen lernen, wie hoch eine monatliche Sparsumme sein muss.
Für eine grobe Planung und ein Grundverständnis muss man in meinen Augen nicht gleich in Schönheit sterben, falls Du verstehst was ich meine.
Jedenfalls habe ich erkannt, was für den Lebensentwurf „Finanzielle Freiheit“ ganz wichtig ist:
Die Balance zwischen Sparsumme und Ausgabe muss stimmen, damit der Plan aufgehen kann.

Medienempfehlungen

Passend zum Thema kann ich Dir folgende Seiten zum Vertiefen, Rechnen und Weiterlesen empfehlen:
Frugalisten.de (die Mutter, nein der Vater aller Frugalisten, mindestens der deutsche Mr Money Mustard in meinen Augen.
Zinsrechner: Spar-Rechner oder auch Entnahme-Rechner
Wikipedia Zusammenfassung zur Trinity Studie mit Links zur Originalveröffentlichungen und weiterem Material (englisch)

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Assetklassen – da liegt mein Vermögen

Was sind Assetklassen

*Achtung achtung! Du wirst hier den ein oder anderen Fachbegriff lesen, auch wenn ich immer versuche alles einsteigerfreundlich zu beschreiben oder innerhalb der Webseite verlinke. Mach Dir zur Not ein Tab mit Wiki oder Google auf. Ich will nicht schlau daherredend wirken und Du sollst Dich auch nicht dusslig fühlen. Es ist nicht schlimm, etwas nachzuschlagen!
Assetklassen ist der Fachbegriff für Anlageklassen. Anlageklassen gliedern Dein Vermögen nach verschiedenen Kriterien. Bildlich kannst du es Dir als Schublade vorstellen.
Diese Schubladen können dabei leicht erreichbar sein oder du musst erst eine Leiter holen um sie zu erreichen.
Manche Schubladen lassen sich einfach öffnen, andere sind sehr gut gesichert.
In einer Schublade hast Du ganz normalen Krimskrams wie Stifte, in der nächsten vielleicht ein ganz ausgefallenes Origami-Faltset.
Viele denken bei Vermögen und Assets zuerst nur an Geld oder bestenfalls Aktien.
Aber auch eine Immobilie ist ein Asset, oder eine Münzsammlung, ein Grundstück oder ein Bitcoin, auch Sammler-/Kunstgegenstände können darunter fallen.

AnlageklasseBeispiel
LiquiditätBargeld, Girkonto, Tagesgeld
AnleihenStaats-, Unternehmensanleihen
AktienAktien, Aktienfonds, ETFs
ImmobilienWohneigentum, selbst bewohnt oder Vermietet, Grundstücke
RohstoffeGold, Münzen, Zahngold, Öl, Getreide
„Neue Anlageklassen“Bitcoin, P2P Kredite
Sammlerstückewertvolle Uhren oder Kunst, Oldtimer
eine mögliche Darstellung von Assetklassen

Wenn Du das Internet nach Assetklassen fragst, wirst Du viele verschiedene Einteilungsmöglichkeiten sehen. Manche sortieren nach Thema, andere nach Risiko.
Ich würde sagen, da gibt es kein richtig oder falsch.
Ich habe meine Assetklassen so sortiert, dass ich daraus wertvolle Informationen ziehen kann, die mir bei meiner Lebensplanung helfen.

Wie mir Assetklassen helfen

Mit Hilfe von Assetklassen sortiere ich also im übertragenen Sinne meine Vermögen.

Das geht ganz einfach. Ich erkläre es Dir anhand der Liquidität:
Ich addiere all mein Bar-, Giral- und Tagesgeld und schon habe ich eine Summe für die Assetklasse „Liquidät oder Bargeld“.
Liquidität ist mir wichtig. Das ist Geld, an das ich schnell herankomme.
Mit Hilfe meiner liquiden Mittel bestreite ich meinen Alltag und habe auch eine Summe für ungeplante Notfälle. Wenn eine größere Reparatur ansteht oder ein Haushaltsgerät ersetzt werden muss, möchte ich nicht erst eine Aktie (zum ungünstigen Zeitpunkt) verkaufen müssen.

Was bringt mir aber nun diese Sortierung genau – außer dass ich im Notfall über genug Barmittel verfüge?
Mit Hilfe der Sortierung kann ich überlegen
1.) Welche Anlagen für mich in Frage kommen (welche Risiken akzeptiere ich?)
2.) und wieviel von meinem Vermögen ich in welcher Assetklasse sehen möchte
3.) und danach dann meine Anlageentscheidungen treffen

Da mein Ziel die finanzielle Freiheit ist, versuche ich natürlich mein Vermögen so aufzubauen, dass es die gewünschte Rendite als passives Einkommen abwirft.
Gleichzeitig möchte das Verlust-Risiko meiner Anlagen niedrig halten, was mir durch eine Verteilung auf verschiedene Klassen gelingt. Einfach gesagt: Nicht alles auf ein Pferd setzen.

Das sind meine Assetklassen 2020

*Du siehst, dass ich meine eigene Einteilung entwickelt habe – wie gesagt, ich denke dass es hier keine allgemein gültige Wahrheit gibt

Bar-/Giral-Tagesgeld: Aktuell ein großer Anteil. Wir hatten eine große Renovierung am Haus, daher habe ich Wert darauf gelegt hier nicht ins kurze Gras zu kommen
Bausparvertrag: Eine Entscheidung, die wir vor fast 10 Jahren getroffen haben und die ich nicht wiederholen würde. Das Guthaben daraus wird mir Anfang 2021 ausgezahlt, ich werde kein Darlehen aufnehmen und das Geld gemäß meiner Planung der Assetklassen investieren.
Immobilie: Wir wohnen im abgezahlten Eigentum. Das Haus habe ich vor fast 20 Jahren gekauft. Mittlerweile habe ich eine andere Einstellung zu Immobilien und selbstbewohnten Eigentum als damals. Zur Zeit des Kaufes und auch im Moment als ich „abgezahlt“ hatte, schien es mir als größtes Glück überhaupt. Aber vielleicht dazu später nochmal an anderer Stelle mehr. Ich sage nur soviel: Das selbstbewohnte Eigentum ist eine Lifestyle-Entscheidung, aber keine Investition und auch eher keine Altersvorsorge.
Einzelaktien: Es geht ab ins Depot. Hauptsächlich dividendenstarke und (in meinen Augen) zukunftsträchtige Unternehmen finden ihren Weg in mein Depot. Das war nicht immer so. Ich habe auch mal tagesgeschehen basierte „Zockerentscheidungen“ getroffen. Da bin ich nun ruhiger und treffe eher langfristige Entscheidungen für Unternehmen, an die ich glaube
ETFs: Bestehen letztlich je nach Modell auch aus Aktien. Ich liste sie aber hier extra, weil sie durch ihre breite Streuung eine andere, niedrigere, Risikoklasse bedienen. Die Klassiker MSCI World und MSCI EM sind natürlich mit an Bord.
Robos/Multi-Asset: Ein Klassiker im Multi Asset ist vermutlich der ARERO. Den habe ich nicht, dafür aber zwei Robos, die ebenfalls in Aktien, Anleihen/Renten & Rohstoffe investieren. Mit einem von mir gewählten VaR (Risikofaktor). Ich gestehe, von ARERO habe ich erst erfahren, als ich die Robos schon hatte. Von all diesen Produkten hat Dir dein Bankberater vermutlich noch nie was erzählt, oder?
Sammlergegenstände: Mal was ausgefallenes, was Du in nicht so vielen Assetberichten lesen wirst. Wir haben einen kleinen Sportwagen dessen Wert sich jährlich erhöht.
Auch hier war die Kaufentscheidung noch nicht von Asset-Allocation getrieben. Vielmehr war es die Erfüllung eines persönlichen Traumes. Die Tatsache, dass wir uns einen Gegenstand kaufen, der im Wert steigt, hat aber bereits damals vor 5 Jahren eine Rolle gespielt.
Dennoch – das Fahrzeug kostet im Unterhalt eine Menge. Nichtsdestotrotz ist es ein Gegenstand, der im Wert steigt. Quasi ein Hobby ohne Wertverlust.

So sollen meine Assetklassen in Zukunft aussehen

* Ich unterscheide in meiner Übersicht aktuell zwischen ETF, Aktien und Robos. Das lässt sich in Teilen theoretisch auch zusammenfassen. Zur Steuerung meiner Anlageentscheidungen habe ich mich jedoch für diese Darstellung entschieden.

Aus heutiger Sicht das Bild, wie es in 10 Jahren aussehen soll. Hoffentlich nicht nur prozentual sondern auch mit den entsprechenden absoluten Werten dahinter.
Denn insbesondere Aktien, ETF und Multi-Asset werden die Lieferanten für unseren Lebensunterhalt sein.
Dann siehst Du eine Änderung bei den Assetklassen selbst.
Definitiv möchte ich keine Bausparvertrag mehr haben.
Stattdessen möchte ich in die höhere Risikoklasse der P2Ps und Kryptos einsteigen. (Ich werde dazu separat berichten).
Der Anteil Immobilie schrumpft: Es ist aktuell nicht mein Ziel, weitere Immobilien zu besitzen oder in immobilienlastige Produkte zu investieren. Da ich also unsere Sparrate in andere Produkte investiere, sinkt automatisch der Anteil der Immobilien.
In Sachen Sammlerstück wird es aber bei dem einen Fahrzeug bleiben. In weitere Fachgebiete möchte ich mich auch nicht einarbeiten.
Das Thema Aktienportfolio verdient noch eine ausführlichere Planung und Beschreibung. Momentan bin ich in der Lernphase wie ich das Aktienportfolio passend zu meinen Zielen zusammensetze. Ich möchte gerne über viele Branchen und Regionen streuen, eher in große Unternehmen mit stabilen Wachstum investieren und auf eine solide Dividende achten. Es wird voraussichtlich auf 30 unterschiedliche Aktien hinauslaufen.
Aktien-ETFs haben in meiner Planung einen ebenso hohen Anteil wie Aktien. Starten möchte ich innerhalb dieser Kategorie mit der klassischen Aufteilung: 70% MSCI World + 30 % MSCI Emerging Markets.
Die Robo Advisors könnte man theoretisch den ETFs zurechnen. Und es gibt auch inhaltliche Überschneidungen. Die MSCIs sind mir auch dort schon begegnet. Das ist nicht problematisch, solang man das bewusst zur Kenntnis nimmt. Meine Robos investieren jedoch auch in Anleihen und Rohstoffe, was sie zu „Multi-Asset-Instrumenten“ macht. Momentan finde ich diese Art der Anlage sehr bequem..

Fazit

Diese Darstellung unserer Vermögenswerte hilft mir, festzustellen wie ich unsere Sparquote am besten aufteile. Sie dient als Leitbild für meine Investment-Entscheidungen. Nimm das gerne als Inspiration, aber – wie auch im Disclaimer noch mal erwähnt – möchte ich meine Artikel nicht als Anlageberatung oder vergleichbares empfunden wissen.
Als ich das erste Mal mein Vermögen auf diese Art aufgelistet habe, war es ein echter Aufwachmoment. Fast alles Geld (gottseidank kein Fremdkapital/Schulden) steckte in der Immobilie.
Der Rest im Sportwagen, der ja zugegeben ursprünglich nicht als Anlageobjekt gedacht war.
Seither versuche ich konsequent unsere Sparquote in andere Investments zu lenken.
Denn die selbstbewohnte Immobilie und das Auto werfen kein passives Einkommen ab und helfen daher nicht, unseren Traum von der finanziellen Freiheit zu realisieren.
Keine Erwähnung finden hier übrigens aktiv gemanagte Fonds. Ich kenne diese Anlageform und hatte auch schon verschiedene Fonds, allerdings konnte ich mich damit nicht anfreunden.

Disclaimer

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Mein Kind wird reich mit dem besten ETF


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Beispiel für eine Vermögensentwicklung: 50€ monatl. Sparrate, 7% Rendite, Ausschöpfung des Steuerfreibetrags

Am Anfang war die Steuernummer

Heute erzähle ich Dir, wie ich für unseren Sohn ein Vermögen aufbaue.
Denn nicht nur wir als Familie wollen finanziell unabhängig werden. Auch unser Kind soll eine solide und wirklich eigene Basis für sein Vermögen erhalten.
Das setzt voraus, dass sein Vermögen auch wirklich ihm gehört.
Und dazu benötigt er zunächst eine Steuernummer. Die bekommt in Deutschland jeder Mensch ganz automatisch zugeteilt.
Spätestens 3 Monate nach der Geburt sollte ein solcher Schrieb vom Amt vorliegen.
Bitte gut aufheben!
Verloren? Dann bitte mal hier vorbeischauen: Link zum Bundeszentralamt für Steuern.
Die Steuerliche Identifikationsnummer ist in Deutschland die Voraussetzung, um ein Konto und Depot zu eröffnen.

Auf den Namen meines Sohnes

Warum ich nicht einfach unter meinem Namen für ihn spare?
Stichwort Freibetrag! Wenn ich unter meinem Name Einkünfte für meinen Sohn erziele, dann werden sie auch unter meinem Namen versteuert.
Jedem Menschen – also auch jedem Kind – steht aber ein eigener Steuerfreibetrag zu. Das nutzen wir natürlich aus, sparen Steuern und machen folglich mehr Rendite.
Außerdem laufen wir so nicht Gefahr, dass wir zu einem späteren Zeitpunkt eine größere Einmal-Schenkung an unseren Sohn ausführen, die dieser wiederum zu versteuern hätte (ok, hier ist die Schwelle sehr hoch – aber besser man hat als man hätte).
Auch Geldgeschenke aus der Familie für das Kind finden hier ihren sicheren Platz. Es fühlt sich für Oma, Opa & Co. einfach toller an, wenn die Überweisung direkt an das Enkelkind ausgestellt werden kann und nicht erstmal bei den eigenen Kindern im Sack landet.
Die Hemmschwelle ist natürlich nur psychologischer Natur, aber unbestreitbar vorhanden.

Was und wieviel

Für unseren Sohn habe ich ein Junior Depot mit entsprechenden Verrechnungskonto eröffnet.
Zunächst habe ich einen Sparplan angelegt und investiere darin 50€/Monat.
Ich bin großer Fan von ETFs und habe mich für einen solchen entschieden, der den MSCI World abbildet und Dividenden ausschüttet.
Ich halte diese Form der Anlage für effizient, kostengünstig und transparent. Besonders im Vergleich zu teuren Fondssparplänen, an denen zu viele andere Leute mitverdienen.
Gleichzeitig sehe ich hier aufgrund der hohen Diversifikation ein vergleichsweise geringes Risiko.
Aber schau Dir einfach mal selbst auf den einschlägigen Finanzseiten den o.g. ETF Index im Vergleich zu anderen Spar-Produkten an.
Die durschschnittliche Rendite des MSCI World liegt (seit 1970) bei etwa 7%.
Wenn sich das so fortführt, stehen unserem Sohn mit 18 dann über 20.000€ zur Verfügung, wobei wir dann nur 10.000€ eingezahlt haben.
Bis etwa zum 13. Laufjahr wird das ganze sogar steuerfrei ablaufen, dank dem Freibetrag.

Außer dem MSCI World kaufe ich noch – wenn sich hier und da Geldgeschenke summiert haben – einen weiteren ETF und zwar den MSCI EM. EM steht für Emerging Markets. Dieser ist nicht so stark diversifiziert wie der World, bietet dafür aber mehr Chancen und auch mehr Risiken.

Ob ich die Strategie exakt so stehen lasse, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, aber in jedem Fall sind ETF Sparpläne für mich eine entspannte Angelegenheit, die man auch in Krisenzeiten problemlos laufen lassen kann.
Genaugenommen profitiere ich in der Ansparphase sogar von niedrigen Kursen.

Nach was und wie folgt wo!

Aus ganz praktischen Gründen befindet sich das Depot unseres Sohnes bei der Comdirect Bank. Hier führen wir auch unser gemeinsames Haushaltskonto. Das heisst, wir waren bereits Kunden, was den Eröffnungsprozess des Depots für Sohnemann vereinfachte.
Denn auch wenn das Depot auf den Namen und die Steuer ID des Kindes läuft, sind mein Mann und ich die Bevollmächtigten.
Davon abgesehen verhält sich da Depot ganz klassisch und es ist kein Unterschied zum „Erwachsenen-Depot“ feststellbar.
Gebühren fallen bei unserem Modell nicht an – Voraussetzung dafür war die Anlage des Sparplans. Und auch bei letzterem haben wir eine gebührenfreie Option für den MSCI World ETF gefunden.

Zusammenfassung zum Nachmachen

1.) Du brauchst die Steuernummer für Dein Kind
2.) Du eröffnest ein Depot mit Verrechnungskonto. Es gibt hinreichend kostenlose Angebote am Markt. Praktisch ist es, wenn Du bei dem entsprechenden Broker / der entsprechenden Bank bereits Kunde bist.
3.) Entscheide Dich, in was Du investiert. Vielleicht ist der o.g. ETF auch etwas für Dich? Verstehe das Produkt bevor Du irgendeinen Auftrag erteilst!
4.) Sparplan einrichten und fertig!

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Preisvergleich | mit Großgebinden über den Tisch gezogen!

Mir ist das sparsame Wirtschaften so ins Blut übergegangen, dass ich meine Entscheidungen bewusst gar nicht mehr wahrnehme. Das führt dazu, dass ich manchmal gar nicht auf die Idee komme, über Dinge zu schreiben, die so selbstverständlich für mich sind.

Nicht die beste Vorraussetzung, wenn Spartipps ein Kernthema des eigenen Blogs sind. Darum versuche ich nun darauf zu achten, die Kleinigkeiten aus dem Alltag mit Dir zu teilen.

Ein schönes Beispiel ist die Art, wie ich Preise im Supermarkt vor dem Kauf vergleiche:
Fast überall findet ihr unter dem eigentlichen Produktpreis auch den Preis pro Mengeneinheit.
Und dieser spielt beim Preisvergleich eine enorm wichtige Rolle.
Nur so kannich markenübergreifend Produkte in unterschiedlich großen Gebinden vergleichen. Der Angabe pro 100ml oder pro 1kg zeigt den wahren Preis auf!

Und manchmal auch die Methode, mit der wir Verbraucher über den Tisch gezogen werden. Wir nehmen nämlich immer erstmal an, dass ein großes Gebinde unterm Strich günstiger ist, als die kleine Verpackungseinheit.
Diese Grundannahme nutzen die Unternehmen aus und verkaufen die Großpackung teurer!
Beispiele begegnen uns überall: Schokocreme, Waschmittel und eben gestern bei meinen Lieblings-Schokobonbons.

Wer nun glaubt, mit dem XXL Paket ein Schnäppchen zu machen, legt leider drauf. Zwar nur 0,023 € – aber immmerhin ist es genau andersrum als wir es doch zugegeben erwarten würden.
Besonders frech finde ich es übrigens, dass bei gleichen Produkten in demselben Regal einmal der Preis pro kg und einmal pro 100g ausgewiesen wird. Man könnte glatt einen Hinterhalt unterstellen…

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Werbung – NEIN DANKE

Viele Menschen – vielleicht auch Du? – planen ihren Wocheneinkauf anhand von Werbeprospekten.
Warum ich das nicht mache, erkläre ich Dir heute.

Hast Du Dich schonmal gefragt, warum Geschäfte uns mit Werbung bedienen?
Sie wollen nicht uns beim sparsamen haushalten helfen, sondern ihren Umsatz steigern.

Mir ist folgender Grundsatz sehr wichtig:

Wir können nicht sparen indem wir kaufen.

Denn konsumieren um zu sparen, das ist ein Widerspruch in sich, wenn man erstmal darüber nachdenkt.
Trotzdem blättern wir gespannt durch die Werbelektüre im Briefkasten, auf der Suche nach dem nächsten Schnäppchen, dem perfekten Sonderangebot.

Und wir gehen ausfeilten Strategien auf den Leim:
Wir betreten Läden, die gar nicht auf unserer Agenda standen
Wir kaufen Dinge, die wir gar nicht brauchten, bevor sie in der Werbung standen
Wir kaufen weitere Dinge, weil wir sowieso grade in dem Laden sind.

Check! Werbung hat ihren Dienst erfüllt. Konsument hat gefügig geshoppt.

Und es geht noch weiter, denn wir haben nicht nur Geld, sondern auch Zeit verloren:
Wir haben die Werbung durchgeblättert. Wer sich wundert, dass ihm Zeit zur Muße fehlt – da kann sie abgeholt werden!
Wir sind für 30cent Ersparnis in ein Geschäft gefahren, dass gar nicht im üblichen Radius liegt.

Quelle: Wikipedia Commons

Was ich Dir rate?
An Deinen Briefkasten gehört ein Aufkleber „Bitte keine Werbung/Postwurfsendungen“
Die Werbebeilage in der Tageszeitung wandert ungelesen ins Altpapier.
Und ganz vielleicht kannst Du auch noch Geld sparen, indem Du Deine Tageszeitung auf ein Online-Abo umstellt. Damit tun wir auch noch der Umwelt einen Riesengefallen. 

Meine Erfahrung:
Ich führe seit über einem Jahrzehnt akribisch Haushaltsbuch. In den Anfängen meiner eigenen Haushaltsführung habe ich genauso akribisch die Werbebeilagen analysiert, um möglichst viele Schnäppchen zu erwerben.
Durch die Umstellung aufs werbefreie Einkaufen sind meine monatlichen Kosten nicht gestiegen. Im Gegenteil. Gleichzeitig ist meine Vorratshaltung optimiert, ich habe fast null Lebensmittelmüll.

Ich kaufe was ich will und was ich brauche und nicht das, was eine Werbeblatt mir diktiert.

Gib dem werbefreien Einkauf doch auch mal eine Chance. Ich freu mich auf Deine Meinung und Deine Erfahrung 🙂

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Cashbackportale – wie ich ganz einfach 300€ verdiente

Cashbackportale und System gibt es mittlerweile einige und ich stelle Dir heute meinen Favoriten vor.

Wie funktionieren Cashbackportale
1. Bevor Du online shoppen gehst, loggst Du Dich auf dem Cashbackportal ein
2. Du rufst den Onlineshop Deiner Wahl über das Cashbackportal auf. Voraussetzung ist natürlich, dass der Shop mit dem Portal kooperiert. Der Link mit dem Du den Onlineshop aufrufst, ist mit einer Referenz versehen.
3. Basierend auf diesem geimpften Link „erfährt“ das Cashbackportal Deinen Umsatz und kann Dir Deinen Cashback zuweisen.

Nun zu meinem Favoriten. Du wirst schnell sehen, warum ich dieses Portal so liebe!

Shoop*

Ist ein reines Online-Portal und ich bin immer wieder entzückt, wie hervorragend und großzügig das Cashbackprinzip hier umgesetzt ist. Die Cashbackquoten liegen meistens so zwischen 3 und 5%. Es gibt aber auch mehr.
Wirklich sehr viele namhafte Onlineshops sind dort vertreten, in denen ich sowieso einkaufe.
Sogar Urlaubs-/Hotelbuchungen bringen hier Cashback. Ich brauch euch nicht vorzurechnen, dass hier schnell zweistellige Beträge zusammenkommen 🙂
Ich habe mich Ende 2015 bei Shoop registriert in knapp 2 Jahren über 300€ Cashback erhalten. Der Screenshot oben ist aus meinem Original-Account.
Wichtig: Der Cashback generiert sich aus Produkten, die ich sowieso gekauft hätte!
Klick hier*, um Dich zu regestrieren!

*Freundschaftswerbung/Affiliate Link

 

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Sparen mit Menstruationstassen

Ladies only heute. Es geht um unsere Menstruation.
Denn auch bei diesem tabubehafteten Thema lässt sich sparen.

Schauen wir doch erstmal, was die rote Woche uns aufs Jahr gesehen so kostet:
Wir haben ca. 13 / Jahr unsere Regel.
Die durschnittliche Regel dauert zwischen 3 und 7 Tagen. Wir arbeiten also rechnerisch mit 5 Tagen.
Laut meinen Recherchen liegt der Verbrauch an Tampons oder Binden bei 5 Stück pro Tag.
Wir können im Schnitt mit 5 cent pro Hygieneprodukt rechnen.

13 rote Wochen x 5 Tage x 5 Produkte x 0,05€ = 16,25€

Und das ist eine sehr konservative Rechnung. Pass sie mal an Deine individuellen Parameter an. Vielleicht benutzt Du an den ersten Tages 2 Produkte zum besseren Schutz? Hast Du vielleicht noch extra Entsorgungstütchen für den Müll? Es gibt Rechnungen im Internet, die gehen von bis zu 300€ jährlich für „Menstruationshygiene“ aus.

Müll ist auch ein Stichwort. Im besten Fall landen 325 Produkte im Müll. Restmüll. Weil viele dieser Produkte dank Plastik nicht abbaubar sind. (Ok, ich überlege grade ob man Tampons kompostieren könnte, aber das möchte keiner wirklich machen oder?)

Wie auch immer. Jetzt kommt die Menstruationstasse ins Spiel.
Menstruationstassen sind Silikonbecherchen, die ähnlich wie ein Tampon eingeführt werden und die Menstruation nicht aufsaugen, sondern auffangen.
Die Tasse wird 1-2 mal am Tag ausgeleert und sie hat mein Menstruationsleben echt revolutioniert.
Da ich beruflich viel unterwegs bin, waren Reisen an Menstagen für mich immer der GAU. Tamponwechsel auf der osteuropäischen Autobahnraststätte oder auf dem chinesischen Steh-Klo. Mehr muss ich nicht sagen, oder?
Die Tasse hingegen hält auch am stärksten Tag bei mir locker 10 Stunden durch.
Gleichzeitig schont sie die Schleimhäute im Inneren, wo Tampons (besonders an den schwachen Tagen) arg austrocknend wirken können.
Warum ich das alle schreibe?
Ich finde, bei so einem sensiblen Thema darf es nicht nur um Kosten gehen. Und die Menstruationstasse kann ich eben auch aus praktischen Gründen einfach nur jeder ans Herz legen.

Mittlerweile gibt es sie auch in Drogerien. Bei Rossmann oder DM findet ihr Me Luna.  Die habe ich selbst seit Jahren und kann sie vorbehaltslos empfehlen. Sie kostet ca 16€ (Eventuell 10% Gutschein von Rossmann berücksichtigen!)  und liegt damit in etwa bei einem niedrig kalkulierten Jahresbedarf an konventionellen Hygieneartikeln. Aber: Die Tasse hält Jahre und ist praktisch unkaputtbar! Ich hatte mir damals ein Zweier-Set im Internet bestellt. Die zweite Tasse habe ich noch nie benutzt! (darum darf sie auch aufs Foto)

Und die Nachteile? Es gibt fast keine.
Die Eingewöhnungszeit. Ich brauchte einige Perioden, bis ich den für mich besten Dreh zum Einsetzen raushatte. Solange habe ich vorsorglich immer noch eine Slipeinlage getragen.
Die Konfrontation mit der Menstruation. Tampons und Binden verschwinden fast ungesehen in den Müll. Die Tasse leerst Du in die Toilette und wäschst oder wischst sie anschließend aus. Beim Einsetzen kann es passieren, dass Du Menstruationsblut an die Finger bekommst.
Die Optik der Tasse: Machen wir uns nichts vor. Die bleibt nicht so hübsch farbig. Ich koche meine nach jeder Periode in Essigwasser aus. und mit den Jahren verblasst die Farbe und sieht nicht mehr schön aus. Gut, wer sieht das schon. Aber erwähnen wollte ich es doch.

Wenn Dich diese Punkte nicht abschrecken, dann solltst Du der Tasse mal eine Chance geben.

Und falls Du doch noch etwas mehr Geld ausgeben willst – ich habe bei Amazon noch ein paar fancy Zubehörteile entdeckt (die vielleicht grade auf Reisen gar nicht so doof sind): einen Mikrowellenreinigungsbecher*, Reinigungstabletten*, Tücher für unterwegs*, und und und… na die wissen schon wie sie Geld machen. Ist ja auch zu doof wenn man ein Produkt entwirft das ewig hält. Verdient man ja nur einmal dran ;-))))

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Wenn der kleine Hunger kommt

[unbezahlte Werbung aufgrund von Produktabbildungen]
Hunger ist kein guter Einkaufsratgeber.
Das habt ihr sicher schon oft gehört: Wer hungrig in den Supermarkt geht, kauft viel mehr Dinge, als er eigentlich braucht.
Aber auch in anderen Lebenslagen ist Hunger kein guter Begleiter.
Aggressivität, schlechte Laune und mangelnde Konzentrationsfähigkeit sind nicht selten das Resultat, wenn der Magen sich knurrend meldet.
Abhilfe ist in unseren Breiten natürlich schnell geschaffen.
Wie ihr in der Situation nicht dem nächsten überteuerten Tankstellenriegel verfallt, verrate ich euch jetzt.

  1. Am besten habt ihr immer einen sinnvollen Snack dabei. Dabei ist es wichtig, dass der Snack einen längeren Aufenthalt in Tasche, Handschuhfach oder Büroschublade bei verschiedenen Temperaturen gut übersteht. Gleichzeitig sollte der Snack euer individuelles Verständnis von gesunder Ernährung unterstützen. In Frage kommen z.B. Nüsse, Trockenfrüchte, Müsliriegel, Dörrfleisch oder Dauerwürste (die gibt es auch für Veggies!)
  2. Falls ihr doch mal hungrig seid und eure Bordmittel nicht dabei habt, legt euch jetzt schon eine Strategie bereit, damit ihr eben nicht beim ungesunden Riegel oder der Chipstüte zugreift. Im Hungermodus schaltet sich leider oft die Vernunft aus, alles ist egal und der Körper giert nach lauter ungesundem Zeugs. Also: was wäre die kosten-/gesundheitstechnisch beste Option, wenn ihr kaufen müsst? Mir fallen da eine Banane oder ein unbelegtes Vollkornbrötchen ein. Diese Mentale Vorbereitung hilft euch in der nächsten Situation!
  3. Wenn es euch beim Wocheneinkauf erwischt: Verspeist das helfende Produkt im Laden und fahrt dann mit eurem Einkauf fort. Die leere Verpackung legt ihr aufs Kassenband. Wer sich damit nicht wohlfühlt: Bezahlt euren Hungerstiller, esst ihn und geht dann wieder ins Geschäft für den weiteren Einkauf.

Was ist Dein Hungermuster, wenn Dir unterwegs der Saft ausgeht?
Ich neige zu „fettig-salzig“. In der Vergangenheit habe ich dann aus lauter Gier schonmal einen ganzes Paket Stickado oder Kaminwurzen verspeist.
Solche Figurkiller-Anfälle verhindere ich nun durch einen Protein-/Müsliriegel in der Handtasche.
In meiner Schreibtischschublade lagere ich zudem Nussriegel und Reiswaffeln.

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Spar Tipps für Leseratten | günstige Bücher

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Ich bin eine Leseratte. Und wer auch ein Vielleser ist, der weiß, dass das ein durchaus kostenintensives Hobby sein kann.
Darum gibt es heute ein paar Tipps, wie und wo man Bücher günstigund sogar gratis erwerben kann.

Öffentliche Bücherschränke
Hier gibt es Bücher kostenlos. Jeder darf sich hier bedienen und das Konzept lebt von dem Willen zu geben und zu Nehmen. Schade ist immer, wenn jemand das öffentliche Bücherregal nutzt, um seine verstaubte Simmel-Sammlung abzuladen. Eine Übersicht, wo Dein nächstes öffentliches Bücherregal steht gibt es via Wikipedia.

Gratis eBooks bei Amazon
Für Kindle-Nutzer Amazon hat eine große Menge Gratis eBooks im Angebot. Wer kein Kindle hat, kann aber trotzdem profitieren, denn die Kindle App lässt sich auch auf anderen Geräten installieren. Es gibt Gratis-Angebote für Klassiker* und dann ist hier ein Speziallink, mit dem ihr auch die anderen kostenlosen eBooks bei Amazon* findet =)

2nd Hand
Meine absolute Lieblingsplatform für gebrauchte Bücher ist Booklooker*. Hier verkaufe ich auch selbst aktiv. Ganz besonders klasse finde ich die Suchfunktion. Du kannst Gesuche erstellen und mit einem Zielpreis speichern. Sowie das gesuchte Buch zu diesem oder einem niedrigeren Preis zum Verkauf steht, bekommst Du eine Mail und kannst sofort zugreifen. Das ist spitze, wenn man sich damit arrangieren kann, Neuerscheinungen nicht sofort lesen zu müssen.
Bei Booklooker gefällt mir auch der Umgang miteinander. Bei eBay habe ich oft den Eindruck, dass Käufer eine sehr professionelle Abwicklung erwarten, die mit virtueller Flohmarktatmosphäre nichts mehr zu tun.
Der Vollständigkeit halber weitere Gebrauchtbuch-Plattformen: Medimops*, eBay*, Amazon*

Mängelexemplare
Arvelle ist ein Marktplatz für Mängelexemplare. Bei vielen Mängelexemplaren können wir ausser dem typischen Stempel oft gar keinen „Mangel“ erkennen. Die Bücherindustrie vermarketet auf diesem Wege u.a. auch Produktionsüberschüsse. Es gibt aber auch mal Exemplare mit einem Knick oder einer eingedrückten Stelle. Ein weitere Marktplatz ist Bücher-Thöne, dort findest Du neben Mängelexemplare auch Gebrauchtbücher.

Hast Du noch weitere Tipps, um sich günstig Lesematerial zu beschaffen?

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Foto: pixabay.com

 

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Groß Sparen mit kleinen Cashfressern

Heute geht es um kleine Cashfresser. Und was sich erstmal ganz harmlos anhört, kann unter Umständen eine unbewusste Strategie sein, mit der Du alle Deine großen Ziele im Keim erstickst.

Ein belegtes Brötchen hier, eine Zeitschrift dort, schnell noch einen Riegel an der Kasse – das sollen Auslöser für finanzielle Unzufriedenheit sein?
Ganz klares und großes Ja!

„Die paar Euro“ ergeben am Ende des Tages ein kleines Vermögen.

Zeitschriften, ob im Abo oder vom Kiosk – pro Woche 2€, im Monat 8€ und in 10 Jahren? Fast 1000€
Das Brötchen vom Wurstwagen – pro Tag 2€, pro Woche 10€ und in 10 Jahren? 4400€, zieh 400€ ab, da Du Dir stattdessen eine selbstbelegtes Brot mitnimmst. 4000€
Das Kaugummi oder der Riegel an der Kasse – pro Woche 2€
Der Lippenstift, der Dir spontan gefallen hat – pro Monat 9€
Der kleine Dekoartikel im 1€ Shop – pro Monat 5€


Die Liste lässt sich endlos fortsetzen.
Es geht nicht darum, dass Du Dir niemals wieder einen Cafe2Go oder eine Zeitschrift kaufen sollst, vielmehr geht es um Mindset.

Kleinvieh macht auch Mist.

Kennen wir alle. Und das ist so wahr. Installier einen kleine Mechanismus in Deinem Kopf, der Dir jedes Mal auf die Finger haut, wenn Du ohne Hemmschwelle und ungeplant (!) etwas kaufen möchtest. Weil es bequem ist und der Betrag doch nur so klein.
Ist er nicht. Er kann riesig werden.
Es geht um die Kreuzfahrt, um den Porsche, das Eigenheim. Bei jeder kleinen Ausgabe. Jeden Tag.

*Foto Pixaby – thanks to stevepb

 

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