Best organized Life | Schluss mit dem Wäsche-Chaos

Wäsche ist eine der Haushaltsaufgaben, auf die viele von uns gerne verzichten möchten. Ich helfe Dir heute, den Aufwand mit der Schmutzwäsche auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.

Wir haben bei 2 Personen insgesamt nicht mehr als 2 Waschladungen pro Woche.

Und das ist scheinbar sehr wenig, denn meine Recherchen haben ergeben, dass andere Haushalte mit demselben Set-Up mindestens die doppelte Menge an Wäsche haben.
Das Resultat liegt auf der Hand: Hohe Kosten für Strom, Wasser & Waschmittel und natürlich auch jede Menge verlorene Zeit.

Wie also organisierst Du Dich hier optimal?

[0] Vorraussetzung
Meine Lösung ist am besten umsetzbar, wenn Du einen Abstell-/Kellerraum hast. Wer seine Schmutzwäsche im Schlafzimmer oder Bad sortieren muss, darf schauen, wo er die „Korblogistik“ anderweitig unauffällig unterbringt.
Ebenso solltest Du ausreichend „Basics“ wie Socken, Unterwäsche und Handtücher besitzen, so dass Du nicht gezwungen bist, eine bestimmte Wäschekategorie jede Woche waschen zu müssen.

[1] Wäschelogistik
Unsere Schmutzwäsche wird im Bad in einer Wäschetonne gesammelt. Als Wäschetonne bieten sich etwas schickere Mülltonnen an, wir haben diese von Ikea, oder alternativ finde ich die von WESCO* auch sehr schick. Wenn die Tonne voll ist, oder spätestens am Waschtag, wird sie in die Waschküche gebracht.

[2] Sortierung direkt in Wäschekörbe
Das ist der Schlüssel zum Erfolg. Du sortierst die Wäsche exakt so, wie sie auch bei Dir in die Waschmaschine kommt. Und zwar am besten direkt in Körbe. Von Wäschesortierstationen halte ich sehr wenig. Sie sind instabile Schmutzfänger.
Die Wäschekörbe sind hingegen zum Sammeln ideal. Du kannst sehr schnell sehen, welcher Korb als nächstes voll ist und ihn dann direkt in die Waschmaschine geben.

[3] Visual Management
Mein Regal ist für den Zweck bestimmt etwas überdimensioniert und die Grundidee lässt sich auch mit weniger Platz umsetzen. Wichtig ist nur, dass jeder Wäschekorb für jede Wäschekategorie seinen Platz hat.
Die Plätze habe ich männersicher beschriftet, damit die Sortierung und das Bestücken der Waschmaschinen auch in meiner Abwesenheit gelingt.
Alternativ kannst Du solch laminierte Schildchen auch direkt an Deine Körbe hängen.

[4] Wäschkategorien
Das ist sehr individuell und die Unterteilung erfolgt nach Waschmitteleinsatz, Verfärbungsgefahr und Waschtemperatur. Sieh meine Einteilung als Inspiration an, aber finde gerne Deine eigene:
– hellbunt | 30° mit Colorwaschmittel & Weichspüler, nicht in den Trockner (inkludiert weiße Feinwäsche)
– dunkelbunt | 30° mit Colorwaschmittel & Weichspüler, nicht in den Trockner (inkludiert Jeans)
– Putzlappen | 60° mit Vollwaschmittel, kein Weichspüler, trocknergeeignet
– Unterwäsche, Handtücher, Bettwäsche | 60° mit Vollwaschmittel, & Weichspüler, Trocknergeeignet
– Arbeitskleidung | 60° mit Vollwaschmittel, & Weichspüler, trocknergeeignet ( Arbeitskleidung meines Mannes riecht oft nach Getriebeöl oder Diesel, dieser Geruch geht beim Waschen nicht 100% raus und würde sich auf andere Wäscheteile übetragen)
– Sportkleidung | 40° mit Colorwaschmittel, kein Weichspüler, trocknergeeignet

[5] Waschmitteleinsatz
Ich bin großer Fan von Professional-Waschmitteln. Hier bin ich mir sicher, nicht auf die sich immer wieder selbstübertreffenden Werbeversprechen reinzufallen und habe trotzdem ein absolut hochwertiges Waschmittel im Einsatz. Seit Jahren nutze ich Ariel Formula Pro*. Falls das Waschmittel für Dich interessant ist, im Angebot liegt es bei ca. 60€ / 12kg. Mein letzter Kauf liegt 3 Jahre zurück.
Pro Waschladung verwende ich ca. 50g, das entspricht dann ca. 0,25€ pro Waschladung bei allerbestem Waschergebnis.
Bei Farbwaschmitteln wechsele ich öfter hin und her, mal Persil Color Professional*, mal das Colorfeinwaschmittel von DM (was ich vom Duft sehr sehr ähnlich finde).

[6] Weiter Zusätze
Für 30° und 40° Wäsche nutze ich Hygienespüler (von DM). Außerdem füge ich immer Entkalker (ebenfalls Discounteigenmarke) hinzu. Das spart Waschmittel zum einen und zum anderen haben wir leider sehr hartes Wasser. Lediglichbei „dunkelbunt“ verzichte auf den Antilkalk, weil es gelegentlich zu weißen Rückständen führt.
Weichspüler variere ich gerne. Ein Liebling zu dem ich aber oft zurückkehre ist der Vanille Weichsüpler von Softlan.

[7] Wann ist Wäsche schmutzig
Ich glaube, das ist die zweite Schlüsselstelle im System. Viele Menschen waschen ihre Kleidung meines Erachtens viel zu häufig. Abgesehen von Unterwäsche und Socken: was ich nicht bekleckert oder verschwitzt habe, hänge ich über Nacht zum Lüften hinaus. Eine Hose trage ich durchaus 3-4 mal wieder auf und ein Oberteil 2-3 mal. Auch bei Sportkleidung trage ich Hosen mehrmals, wenn sie nicht schwitzig oder verschmutzt sind.
Mit meinem Duschhandtuch trockne ich meinen sauberen und gewaschenen Körper ab, das muss nicht alle paar Tage neu.
Schmutzkleidung (z.B. Garten) kommt nicht bei der ersten Verschmutzung in die Maschine, sondern erst wenn ich sie verschwitzt habe oder irgendwas wirklich gruseliges daran gerät. Passiert das nicht, kann es sein, dass ich mehrere Wochen dasselbe Shirt bei der Gartenarbeit trage.
Ich frage mich so manches Mal, ob wir den übersteigerten Hygienetrieb der letzten 2-3 Dekaden nicht dem ausgefeilten Marketing der Waschmittelindustrie zu verdanken haben.
Für die Umwelt, den Geldbeutel und unser Zeitmanagement leistet Vielwaschen jedenfalls keinen positiven Beitrag.

Wie sieht es bei Dir aus? Wirst Du Dein Wäscheaufkommen reduzieren können?

3 Gedanken zu „Best organized Life | Schluss mit dem Wäsche-Chaos

  1. Ursula

    Wir arbeiten beide im Büro, deshalb habe ich keine Arbeitskleidung. Deine Aufteilung wäre mir zu komplex….ich wasche nur 40 Grad hell oder dunkel (alle Arten von Bekleidung), sowie 60 Grad (Handtücher, Bettwäsche, Putzlappen, Spültücher etc.). Seit die Kinder ausgezogen sind habe ich noch ca. 1,5 Maschinen pro Woche….

    Interessant ist das professionelle Waschmittel…mit meinen letzten Waschmittelkäufen war ich nämlich gar nicht zufrieden, sowohl von der Waschleistung als auch von Geruch her (beim letzten Waschpulver vom Aldi roch die Maschine ganz muffelig… 🙁 ). Allerdings ist der Preis des Ariel ja schon sehr heftig…und die Menge ist ja auch riesig. Ich glaube gelesen zu haben, dass die Waschleistung bei offenem Waschmittel mit der Zeit nachlässt…merkst Du da nichts, nach drei Jahren?

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    1. freineke Beitragsautor

      Das Waschmittel ist nach wie vor super. Ich fülle mir aus dem Riesengebinde immer etwas in eine Dose und verschließe die große Tüte sorgfältig mit Klammern. Das Pulver ist nicht verklumpt und die Waschleistung top.
      Allerdings ist der aktuelle Preis bei Amazon (90€) eine Frechheit. Dafür würde ich es nicht nachkaufen.

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  2. Pingback: Lohnt sich das | Persil sauber & glatt | Frau Reineke

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