Best Organized Life | Der perfekte Essensplan

Mehr Geld und mehr Zeit durch eine simple Menüplanung

Wer Zeit und Geld sparen möchte und gleichzeitig auf eine tolle Ernährung wert legt, kommt um das „Thema Essensplan“ nicht herum.
In diesem (zumindest im Hinblick auf das Ausmaß des Themas) kurzen und knackigen Tutorial, verrate ich, wie mein Essensplan funktioniert.

Ein Wort zur Flexibilität

Das ist immer der größte Einwand, den ich zum Thema Essenplan höre. Überhaupt zum Thema Planung allgemein. „Leben ist was passiert, während Du Pläne machst“ und ähnliche Kommentare höre ich nicht selten. Und ich denke, hier trennt sich die Spreu vom Weizen oder besser gesagt der gute Plan vom schlechten. Ein guter Plan unterstützt Dich in Deinem Leben. Außerdem weist er die Flexibilität auf, die zu Deinem Lifestyle passt.
Flexibilität ist bei einem Essensplan kein Problem, wenn Du folgende Tipps berücksichtigst
Leertage: Überlege wie oft es vorkommt, dass Du spontan außer Haus bist oder eine kurzfristige Angelegenheit dich so sehr bindet, dass Du Dein Kochvorhaben über Bord werfen musst.
Ein Vorrat an Schnellgerichten: Egal ob selbst vorgekocht oder Tiefkühlpizza & Co. – diese Gerichte springen ein, wenn o.g. Vorfall eintritt. Das klappt auch, wenn Du komplett außer Haus bleiben musst und Deine Familie sich unkompliziert selbst versorgen muss.
Gerichte schieben: Schiebe Gerichte nach hinten, tausche vorwärts und rückwärts in deinem Essensplan. Wenn Du die Zutaten schon eingekauft hast, behalte das MHD im Auge und friere die frischen Produkte notfalls ein.
Wie Du siehst – ein Essensplan ist keine steife Angelegenheit.

Los geht’s

Deinen Essensplan legst Du am besten im Tabellenformat an. Welches Programm Du nutzt bleibt Dir überlassen. Excel, Numbers, Google Sheets und es gibt bestimmt noch mehr. Besonders toll finde ich Lösungen, die Du in einer Cloud ablegen und bearbeiten kannst. So kannst Du jederzeit Inspirationen und Änderungen notieren. Als nächstes legst Du Dein Layout und die Intervalle fest.

Layout: Mein Essensplan hat 5 Spalten – Wochentag, Datum, Motto, Gericht & Rezept-Quelle.
Die ersten 4 Punkte sind sicher selbsterklärend. In der Quelle hinterlege entweder den Link zum Rezept oder den Namen und die Seite des Kochbuchs. Manchmal steht da auch nichts (dann weiß ich das Rezept auswendig) oder „Vorrat“, was sicher auch keiner weiteren Erklärung bedarf.
Intervall: Damit ist das Einkaufs- und Planungsintervall gemeint. Mein Intervall beträgt 2 Wochen. Das heisst, dass ich alle 2 Wochen die Zutaten einkaufen gehe. Klingt das nicht toll? Ich liebe es, dass ich nur alle 2 Wochen einkaufen gehen muss. Das hat gleich mehrere Vorteile…
– Zeitersparnis: Die größte Zeit nimmt nicht das befüllen des Einkaufswagen ein, sondern das Drumherum = Anfahrt, an der Kasse stehen, Auto be-/entladen, zuhause verräumen. Je seltener Du das machst, umso mehr Zeit sparst Du.
– Geldersparnis: Auch wenn ich nicht den Eindruck erwecke, auch ich erliege dann und wann verlockenden Spontanangeboten. Je seltener ich einen Supermarkt betrete um so weniger oft bin ich diesem Risiko ausgesetzt…
– Gesundheit & Figur: Das ist mit vorherigen Punkt verbunden. Du kaufst automatisch weniger ungesunde Lebensmittel. Du lernst, die für Dich kritischen (ich mag das Wort böse hier nicht) Lebensmittel besser einzuteilen und kaufst nicht mehr ständig nach.
Wenn Dir zwei Wochen als Intervall zu hoch erscheint, fang mit einer Woche an. Das macht Sinn, grade wenn Du noch Erfahrung mit dem Thema Flexibilität sammeln magst.

Tipps & Tricks

Mottotage vereinfachen die Planung enorm. Montags ist bei uns Pastatag. Mittwochs gibt es immer Supper oder Eintopf. Einmal pro Woche gibt es ein Fisch- oder Fleischgericht. An einem anderen Tag gibt es „Fast Food“ (Vorgekocht oder aus dem Supermarkt).
Mach Dir bitte keine Sorgen, wenn Du kein Kochheld bist. Du brauchst nicht meine Gerichte oder meinen Ernährungsstil kopieren, um mit dem Essesnplan erfolgreich zu wirtschaften.
1 Gericht am Tag: Ist das Mittagessen oder Abendessen? Bei uns ist es das Abendessen. Mittags / bei der Arbeit essen wir unsere belegten Brote und auch das Frühstück sieht Tag für Tag identisch aus (bei mir hauptsächlich Rohkost und ein Eiweißdrink).
Wenn das bei Dir anders ist, dann adaptiere deinen Plan. Nichts spricht dagegen 2 Gerichte am Tag zu planen. Eine Spalte mehr und that’s it!
Trick A, B & C mit Selbstüberlistung: Die Einführung des Plans soll gelingen. Nimm Dir daher nicht zuviel Veränderung auf einmal vor. Falls Du bisher nicht viel selbst gekocht hast – dann bleibe erstmal dabei. Überspitzt gesagt: Du kannst Deinen Plan auch erstmal mit Tiefkühlpizza & Miracoli füllen. Es geht im ersten Schritt nur darum, dass Du durch die Planung eine Entlastung erfährst. Versuche nicht gleichzeitig Deine komplette Ernährungsart über den Haufen zu werfen. 

Falls Du noch Fragen hast, nutze gerne die Kommentarfunktion.

 

4 Gedanken zu „Best Organized Life | Der perfekte Essensplan

  1. Uhuohnehu

    Juchhu ein Post zum Essensplan! 😉

    Ich hab das gelesen und der Post war jetzt der Anstoß, das endlich wieder „anzugehen“. Ich habe erst lange überlegt, welches Tool ich nehmen soll, gerade „numbers“ auf dem iPad hätte sich angeboten, das habe ich noch nie benützt. Am Ende habe ich aber entschieden, da jetzt nicht viel Zeit und Ressource reinzustecken und die Planung einfach in meinem Kalender zu machen, den ich eh immer „bei mir trage“ und der mich im Alltag begleitet. Dort habe ich dann mal mit Bleistift notiert, was ich bis nächste Woche so kochen könnte. Damit habe ich zusätzliche Flexibilität, denn ich kann Dinge wegradieren und woanders notieren (für alle Freaks, die es nicht mögen, wenn etwas durchgestrichen wird). Parallel dazu gleich den Einkaufzettel geschrieben und mich beim Einkaufen wirklich dran gehalten (was erst mal gar nicht so einfach war…). Tatsächlich lauern da im Laden ziemlich viele „Fallen“, die rufen: kauf mich!
    Am Ende hatte ich nur etwas zusätzliches Gemüse im Wagen, das um den halben Preis zu haben war und das auch passte (da ich mein Abendessen nicht mitplane und dort auch Dinge brauche).
    Statt wie übliche 80 Euro hat der Wocheneinkauf diesmal nur 50 Euro gekostet!!!!!! Wow!

    Und heute haben mein Partner und ich übereinstimmend festgestellt, dass es wieder vermehrt „besondere“, leckere Dinge gibt, weil ich nicht wie sonst in letzter Minute irgendwas zusammen werfe, sondern gezielt nach Rezept koche und da auch alle Zutaten dahabe. Und: der Plan für nächste Woche steht auch schon, und das ist soo entspannend, wenn man sich da keine Gedanken mehr drum machen muss.

    Ich kann jedem nur empfehlen, das auszuprobieren. Es muss gar nicht kompliziert sein…am ersten Tag habe ich nur mal die nächsten zwei Tage geplant. Aber weil das so Spaß gemacht hat, gab es gestern gleich den kompletten Plan für die nächste Woche!

    Danke, Frau Reineke! <3

    Antworten
    1. freineke Beitragsautor

      Danke für Deinen Kommentar. Du weißt ja, ich glaube fest daran, dass ein Essensplan soviel Positives bewirken kann und es ist immer wieder toll, das bestätigt zu sehen 😘

      Antworten
  2. Pingback: Best Organized Life | Effizient Einkaufen – der perfekte Einkaufszettel | Frau Reineke

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